Afrika

Afrika wird oft als „vergessener Kontinent“ bezeichnet. Das mag in verschiedener Hinsicht stimmen, bezogen auf den Außenhandel ist Afrika - zumindest aus Berliner Sicht - seit einiger Zeit wieder jedoch im Kommen. Bei zwar vergleichsweise geringem Gesamtvolumen lagen die exportseitigen Zunahmen 2006 bei 17,4 %, 2007 bei 15,0 % und für 2008 bei ansonsten rückläufigen Zahlen nochmals bei einem Plus von rund 39,5 %. In absoluten Zahlen beliefen sich die Berliner Afrika-Exporte 2008 auf gut 442 Millionen Euro (317 Millionen Euro in 2007), was 3,8 % des Gesamtexportvolumens der Stadt ausmacht (2007 lag diese Zahl noch bei 2,6 %).

Berlins stärkste Abnehmer in Afrika sind mit weitem Abstand die Republik Südafrika gefolgt von Ägypten, Algerien, Libyen, Marokko, Nigeria, Tunesien, Angola und Äthiopien. Die Rangfolge bringt auch zum Ausdruck, dass sich der Berliner Afrika-Export im wesentlichen auf die fünf nordafrikanischen Märkte gründet.

Bezogen auf den Außenhandel wirkt es sich nachteilig aus, dass viele afrikanische Staaten zu den ärmsten Schwellen- und Entwicklungsländern zählen, deren Investitionsbereitschaft allenfalls verhalten ist. In einzelnen Segmenten entwickeln sich jedoch Märkte, die schon jetzt interessante Potenziale erkennen lassen. An vorderster Stelle zu nennen ist die Telekommunikation, insbesondere der Mobilfunkbereich, aber auch der Einsatz erneuerbarer Energiequellen und der Aufbau dezentraler Versorgungsstrukturen.